Wie trocken hält Páramo-Bekleidung?

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Tests

Ich wollte es wirklich wissen. Das Wetter in den Bergen war einfach zu gut um klar zu erkennen, wo die Grenzen der Ausrüstung liegen. Mit Enduro Jacke und Hose im Wasser-Härtetest.

Der Härtetest
Der Härtetest

Was also die Natur nicht geschafft hat, muss die Duschkabine erledigen. Rein ins Gewand und ab in die Dusche. Das alles in einem kleinen Badezimmer zu dokumentieren und dazu noch ohne fremde Hilfe ist nur eine kleine Übung, die den Test erst richtig spannend macht.

Wasser marsch!
Wasser marsch!

Also, Kamera eingestellt, das Telefon zur Fernsteuerung wasserdicht verpackt. Es kann losgehen: Wasser marsch! Die kleinen Sünden werden sofort bestraft. Die Lüftungszipps an den Ärmeln sind noch offen. Macht nichts, das Wasser rinnt ja unten beim Ärmel wieder raus. Zipps zu und weiter.

ein trockener Rücken kann auch entzücken
ein trockener Rücken kann auch entzücken

Alle Seiten wollen bewässert werden. Das rinnt mir nur kalt den Buckel runter. Keine Auswirkung auf den Komfort. Drinnen ist es immer noch angenehm trocken.

plätscher, plätscher ...
plätscher, plätscher …

Minuten vergehen, es prasselt und spritzt. Manchmal findet ein Gerinnsel den Weg entlang der Wange in die Kapuze. Vorbeugen ist besser als Triefen!

Volles Rohr ins Genick
Volles Rohr ins Genick

Schon besser. In dieser Haltung bleibt der Halsausschnitt trocken. Habe vergessen, die Ärmel mit dem Klettverschluss eng zu verschließen. Das heben der Hand führt einen Schwall bis zum Ellenbogen. Läuft aber auch eben so schnell wieder raus. Fühlt sich immer noch relativ trocken an. Gesicht und Arme etwas feucht, aber der Rest ist unbeeindruckt vom Wasserschwall.

Nebel!
Nebel!

Plötzlich zieht Nebel auf. Also auch hier, und das auf gerade mal 200m Seehöhe. Dachte, das passiert nur in den Bergen so schnell. Da muss doch was dagegen getan werden!

Klare Sicht!
Klare Sicht!

Ein Mikrofasertuch schafft wieder klare Sicht. Es prasselt noch immer heftig von oben. Drinnen ist es weiter angenehm, aber nun dauert das schon eine ganze Weile.

Kontrolle der Lüftungsschlitze
Kontrolle der Lüftungsschlitze

Hmmm, also die Zipps sehen nicht gerade vertrauenserweckend aus. Als Trockentaucher ist man da andere Standards gewöhnt. Fühlt sich auch nach direktem Wasserstrahl etwas feucht an. Nicht nass, aber leicht feucht. Könnte viel schlimmer sein, so wie es da runter rinnt.

Hält der Reißverschluss dicht?
Hält der Reißverschluss dicht?

Na, dann man volles Rohr auf die Beine. Wenn man den Zipp nicht anfasst, steckt er sogar diese Misshandlung weg ohne Wasser zu ziehen. Hände weg und durch!

Holt mich hier raus!
Holt mich hier raus!

Jetzt muss aber mal Schluss sein. Holt mich hier raus! Keiner da. Mist. Muss man denn alles selber machen? Na, dann sehen wir mal, was trocken geblieben ist.

Maximal feuchte Stellen
Maximal feuchte Stellen

Der Kern ist trocken, nur an den Armen und einem Bein kleine feuchte Stellen. Einiges davon stammt von meiner Unvorsichtigkeit und den anfangs offenen Zipps. Die befürchteten Lecks an Knickstellen (Armbeugen, Knie) blieben aus. Die Zipps überraschend dicht, wenn man die Finger davon lässt. Wenn’s in der nächsten Zeit mal wieder so richtig toll regnet, mach ich einen gemütlichen Spaziergang …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.